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Gründung
In der Stadt Tirschenreuth gründete sich im Februar 1881 ein Bezirksfischereiverein, der es sich zur Aufgabe machte, die heimischen Gewässer zu schützen und den Stiftländer Karpfen über die Grenzen der Oberpfalz noch bekannter zu machen. Ihm gehörten Fischzüchter, Teichbesitzer und Pächter von Teichen, aber keine Angler an. Die Fließgewässer, so fern sie nicht von ihren Besitzern selbst genutzt wurden, waren meistens in Händen von gutbetuchten Privatpersonen.

Erst der Entschluss einiger gleichgesinnter Männer aus Tirschenreuth und Umgebung, hier in der Stadt einen Angelverein zu gründen, der es auch der breiten Mehrheit ermöglichte, dem naturnahen Freizeitvergnügen nachzugehen und das Angeln für jedermann bezahlbar zu machen, veränderte die Situation.

Wie die Vereinschronik berichtet, fand die Gründungsversammlung am 7. Juni 1962 im Saal der Brauerei Kühn statt. Zum Erstaunen der Gründerväter fanden sich gleich an die hundert Interessierte ein. Zum Ersten Vorsitzenden wählte man Bankdirektor Max Weihrauch, und zu seinem Stellvertreter Siegfried Tins, der in der Bahnhofstraße ein kleines Sportgeschäft betrieb. Den Posten des Schriftführers übernahm Friedrich Böttcher, ein Angestellter vom damaligen Tirschenreuther Ausgleichsamt. Zum Kassier wurde der Stadtangestellte Rudolf Janouschek bestellt.

Für den neuen Verein, der sich Sportanglerverein Stiftland nannte, war die größte Herausforderung, mit einer noch leeren Kasse eigene Angelgewässer zu beschaffen. Durch das Herumreichen eines Hutes kamen von den anwesenden Mitgliedern spontan 130.—DM zusammen. Dankenswerterweise stellten die Gründungsmitglieder Hans Hamm, Rudolf Janouschek und Anton Summer ihre privat gepachteten Gewässer zur Verfügung, so dass sofort mit dem Angelbetrieb begonnen werden konnte.

Das erste eigene Gewässer des neugegründeten Angelvereins war die Waldnaab bei der Evangelischen Kirche mit einer Länge von zwei Kilometern. Schon bald folgten die stehenden Gewässer „Hawaii“, eine Tongrube an der Bärnauer Straße, die ihren Namen von der tiefgrünen Farbe des Wassers und den weißen Uferzonen bekommen hatte, und das sogenannte „Toagalouch“ eine stillgelegte Tongrube an der Mitterteicher Straße. Ihnen folgte der Spitalzug und die Wondreb bei der sogenannten „Langen Bruck“. Nun standen den Mitgliedern ausreichend Gewässer zur Verfügung und der Grundstein für eine bis heute erfolgreiche Vereinsgeschichte war gelegt.

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